Termine


Datum Veranstaltung Ort
12.11.-10.12.2019 Kant-Reflexionen - eine Gesprächsreihe
Kiel
19.11.2019 Vortrag Prof. Dr. Ruth Hagengruber
Kiel
27.08.2019 Vortrag StD Monika Krah-Schulte
Kiel
06.-09.08. 13th International Kant Congress
Oslo
11.-13.07.2019 8. Trierer Kant-Kolloquium
Trier
13.12.2018 Vortrag Prof. Dr. Marion Heinz
Kiel
20.11.2018 Vortrag Dr. Werner Busch
Kiel
11.-13.10.2018 3. Internationaler Doktoranden-Workshop
Graz
05.-06.10.2018 Fachtagung: Die Gottesidee in Kants theoretischer und praktischer Philosophie
Frankfurt/Main
25.09.-18.12.2018 Kant-Reflexionen - eine Gesprächsreihe
Kiel
06.-07.07.2018 Internationale Fachtagung zu Kants Naturrecht Feyerabend
Mainz
06.02.2018 Vortrag Dr. Monika Schwinge
Kiel
23.01.-27.02.2018 Der 'vornehme Ton' und die 'Arbeit am Begriff' - Kants philosophische Absage an Offenbarung und Intuition
Kiel
23.11.2017 Vortrag Prof. Dr. Georg Mohr
Kiel
07.11.-12.12.2017 Vernunft und Geschichte: Auf der Suche nach dem Weg zum 'ewigen Frieden'
Kiel
07.09.2017 Vortrag Prof. Dr. Manfred Baum
Kiel
20.-22.07.2017 Kolloquium zu Kants Anthropologie in pragmatischer Hinsicht
Trier
15.05.2017 Vortrag Prof. Dr. Gerhard Seel
Kiel
28.-30.04.2017 VII. Internationales Kant-Kolloquium
Halle/Saale
31.01.2017 Vortrag Dr. Werner Busch
Kiel






Veranstaltungen der Kant-Gesellschaft / in Zusammenarbeit mit der Kant-Gesellschaft



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Vortrag und Diskussion: Kant und Epikur



Auf den ersten Blick erscheint es befremdlich, den rigorosen Moralisten Kant und den genussorientierten Epikur nebeneinander zu stellen. Erstaunlich ist allerdings, welch großes Lob Kant dem antiken Hedonisten Epikur mehrfach zollte. So schätzte Kant an der Lehre Epikurs zum Beispiel besonders "das jederzeit fröhliche Herz". Ein Zugang zum Verständnis der Beziehung Kants zur Philosophie Epikurs ist die Tatsache, dass der Kategorische Imperativ die oberste Regel des Zusammenlebens auf dem begrenzten Erdball formuliert. Dieses Miteinander in der Philosophie Kants setzt wie bei Epikur kultivierte und selbstsichere Individuen voraus. Es soll gezeigt werden, in welchem Verhältnis sich Lebensführung und Gemeinschaft bei Kant und Epikur darstellen.

Dr. Werner Busch ist 1. Vorsitzender der Kieler Kant-Gesellschaft. Er war von 2006 bis 2012 Präsident der Association Internationale des Professeurs de Philosophie (AIPPh) und wurde zum Gutachter und Moderator der Sektion "Philosophieunterricht" in den Weltkongressen der Philosophie in Athen 2013 und Peking 2018 berufen.

Dienstag, 31. Januar 2017, 19.00 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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VII. Internationales Kant-Kolloquium

28.04.-30.04.2017 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Thema: Kant und seine Kritiker - Kant and his critics - Kant et ses critiques.

Ankündigung

Programm



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Vortrag und Diskussion: Kants Theorie des Schönen - wie man sie weiter entwickeln kann



Gegenüber der von Platon inspirierten traditionellen Auffassung des Schönen stellt Kants Theorie des Schönen eine revolutionäre Neuerung dar. Allerdings ist sie recht kompliziert und stellt ihre Interpreten vor große - bis heute nicht völlig ausgeräumte - Schwierigkeiten. Der Vortrag schlägt daher zunächst eine Interpretation vor, die diesen Schwierigkeiten gerecht wird. Dabei zeigt sich, dass Kants Theorie in entscheidenden Punkten nicht überzeugen kann. Um dieser Schwäche Kants zu begegnen entwickelt der Vortrag eine eigene, auf Kant aufbauende, Theorie des Schönen. Eine entscheidende Rolle kommt dabei - wie bei Kant - der Begriff des Spiels zu..

Gerhard Seel ist emeritierter Professor am Institut für Philosophie der Universität Bern.

Montag, 15. Mai 2017, 19 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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Kolloquium zu Kants Anthropologie in pragmatischer Hinsicht



20.07.-22.07.2017, Gästeraum der Universität Trier (Mensagebäude)

Programm
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Vortrag und Diskussion: Der Kieler Philosoph Karl Leonhard Reinhold über die analytische Methode



Karl Leonhard Reinhold beendete mit seiner Berufung an die Kieler Universität im Jahre 1794 deren "dunkle" Zeit und bildete fortan einen intellektuellen Mittelpunkt in Kiel bis zu seinem Tode 1823.
Vor allem mit seinen "Briefen über die Kantische Philosophie" hatte er sich einen Ruf als autorisierter Kant-Erklärer geschaffen - er war es gewesen, der Friedrich Schiller in Jena mit der damals revolutionären Philosophie Kants vertraut gemacht hatte.
Mit Reinhold setzt sich vom 6. bis 8. September in Kiel die internationale Tagung "Vorstellen - Denken - Sprache: Reinholds Philosophie im Kontext des Deutschen Idealismus" auseinander. Sie geht vor allem zwei Fragen nach: Wie selbstständig war Reinholds eigenes Philosophieren und wie beeinflusste er den Weg in den Deutschen Idealismus nach Kant?
Im Kontext der Tagung spricht Prof. Dr. Manfred Baum in der Hermann Ehlers Akademie über Karl Leonhard Reinholds philosophische Methode.

Manfred Baum war Professor für Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal und ist 2. Vorsitzender der Kant-Gesellschaft e.V.

Donnerstag, 7. September 2017, 19 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
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bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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Kant-Lektürekurs

ab 07.11.2016 - 12.12.2017

Kant lesen und diskutieren:
Vernunft und Geschichte: Auf der Suche nach dem Weg zum "ewigen Frieden"



"Interkulturalität ist die philosophische Seite der Globalisierung", so der Präsident der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie Georg Stenger. Mit seinem Geschichtsdenken war wohl schon Herder dieser Interkulturalität auf der Spur; ganz sicher aber Immanuel Kant mit seiner Altersschrift "Zum Ewigen Frieden". Kant geht davon aus, in der Geschichte wirke eine "Naturabsicht der Erreichung einer vollkommen gerechten bürgerlichen Verfassung." Hegel sieht im Wirken des "Weltgeistes" den Grund dafür, "dass es auch in der Geschichte vernünftig zugegangen ist." Desillusioniert durch die Menschheitskatastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts, beschreitet Hannah Arendt den gut aufklärerischen Weg eines "Denkens ohne Geländer", im Bemühen, das Unfassbare fassbar zu machen. Konstruktiv entwirft der befreundete Karl Jaspers seine Theorie von der "Achsenzeit", die "für das Abendland, und Asien und alle Menschen, ohne den Maßstab eines bestimmten Glaubensinhalts" einen "gemeinsamen Rahmen geschichtlichen Selbstverständnisses" bilde. Damit stehen wir im Zentrum der Interkulturellen Philosophie unserer Tage. Anhand ausgewählter Texte widmet sich die Gesprächsreihe dem Verhältnis von Vernunft und Geschichte in gemeinsamer Lektüre und Diskussion.

Die Gesprächsrunden finden jeweils von 16.30-18.00 Uhr statt.
Gesprächsleiter: Dr. Roland Daube



Gesprächsleitung: Dr. Werner Busch
Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel

Information: www.hermann-ehlers.de

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Vortrag und Diskussion: Kant über Musik als schöne Kunst



Ist Musik eine "schöne Kunst" oder ist sie nur angenehmer (oder auch unangenehmer) Zeitvertreib? Kant scheint mal für die eine, mal für die andere These zu argumentieren. Auf den ersten Blick erweckt Kants Musikästhetik den Eindruck eines (unzusammenhängenden?) Konglomerats aus der Affektenlehre des 17. und 18. Jahrhunderts einerseits und eines auf das 19. Jahrhundert vorausweisenden Formalismus andererseits. Diese Ambivalenz sollte nicht als Ausdruck einer begrenzten musikalischen oder musikästhetischen Kompetenz Kants heruntergespielt werden.
Aufschlussreicher ist es, Kants Begriff vom musikalischen Kunstwerk im Zusammenhang des um 1800 sich vollziehenden Epochenwandels sowohl im musikästhetischen Denken als auch in der europäischen Musikpraxis zu interpretieren. Dadurch wird auch dessen Relevanz für eine moderne Musikphilosophie deutlich.

Georg Mohr ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Philosophie an der Universität Bremen; seine Forschungsschwerpunkte: Praktische Philosophie, Rechtsphilosophie, Moralphilosophie/Ethik, Musikphilosophie, Immanuel Kant, Gustav Mahler.

Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
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24105 Kiel
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bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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Kantreflexionen

23.01. - 27.02.2018

Kant lesen und diskutieren:
Der 'vornehme Ton' und die 'Arbeit am Begriff' - Kants philosophische Absage an Offenbarung und Intuition



In der Geschichte der abendländischen Philosophie scheiden sich von Anfang an die Geister an der Frage, ob das menschliche Denken über einen unmittelbaren Zugang zur Erkenntnis verfügt oder ob unser Zugang zur Welt immer nur mittelbar möglich ist. In der kritischen Philosophie Immanuel Kants findet sich diese Situation reflektiert im problematischen Verhältnis von 'Erscheinung' und 'Ding an sich'. Mit Blick auf intuitionistische Positionen einiger Zeitgenossen beklagt Kant, es sei "neuerdings so weit gekommen, dass sich eine vorgebliche Philosophie, bei der man arbeiten, sondern nur das Orakel in sich selbst anhören und genießen darf, um die ganze Weisheit, auf die es mit der Philosophie angesehen ist, von Grunde aus in seinen Besitz zu bringen,"
Es sollen in dieser Gesprächsreihe maßgebliche Positionen wie die von Platon, Aristoteles, Kant, Peirce und Cassirer an geeigneten Textbeispielen diskutiert werden.


Die Gesprächsrunden finden jeweils von 16.30-18.00 Uhr statt.
Gesprächsleiter: Dr. Roland Daube, Dozent für Philosophie und Musikpädagoge, Mitglied des Vorstandes der Kieler Kant-Gesellschaft



Gesprächsleitung: Dr. Werner Busch
Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel

Information: www.hermann-ehlers.de

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Vortrag und Diskussion: Die Religionsphilosophie Kants und der christliche Glaube



In seinen Schriften beschäftigt sich Immanuel Kant immer wieder mit der Religion grundsätzlich und insbesondere mit dem Christentum. Kritisch geht er gegen alle Versuche vor, die Existenz Gottes zu beweisen und durch Berufung auf Offenbarung sicherzustellen. Gleichwohl betont er im Zusammenhang seiner Moralphilosophie die Notwendigkeit von Religion: Des Glaubens an Gott und die Unsterblichkeit der Seele und der Hoffnung darauf. Dabei geht er in vielerlei Hinsicht sowohl kritisch als auch zustimmend auf Grundbausteine des Christentums ein. Der Vortrag fragt, welche Bedeutung Kants Religionsphilosophie für die heutige Theologie und den christlichen Glauben hat.

Dr. Monika Schwinge ist emeritierte Pröpstin der Evangelischlutherischen Kirche in Norddeutschland und leitet den Gesprächskreis Christ und Gesellschaft der Hermann Ehlers Akademie. Sie ist Mitglied der Kieler Kant-Gesellschaft.

Dienstag, 06. Februar 2018, 19 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
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24105 Kiel
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Internationale Fachtagung: Die Stellung des Naturrechts Feyerabend innerhalb der Entwicklung des kantischen Moraldenkens. Analysen und Perspektiven



Veranstalter: Kant-Forschungsstelle am Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

Datum: 6. bis 7. Juli 2018
Ort: Mainz, Erbacher Hof

Programm


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Kantreflexionen

25.09. - 18.12.2018

Kant-Reflexionen - eine Gesprächsreihe:
Wahrheit: "nirgendwo mehr verkannt, als wo sie Marktpreise hat" - Reinholds ‚Briefe über die Kantische Philosophie'



"Der Geist unseres Zeitalters und der gegenwärtige Zustand der Wissenschaften kündigt eine allgemeine Reformation der Philosophie an" […] "die M e t a p h y s i k wird auf eine Art vernachlässiget, die mit den Ansprüchen unseres Jahrhunderts auf den Ehrentitel des P h i l o s o p h i s c h e n den seltsamsten Kontrast macht." Mit solchen Textbeispielen aus den ‚Briefen über die Kantische Philosophie' des "ersten Kantianers", Carl Leonhard Reinhold, widmet die Reihe der KANTREFLEXIONEN sich in diesem Herbst dem hochgerühmten Vermittler und Universitätslehrer, der von 1794-1823 an der Christian Albrechts Universität in Kiel als Philosophieprofessor wirkte und ihr zweimal als Rektor vorstand. Anhand geeigneter Textpassagen soll in der Gesprächsreihe die heutige gesellschaftliche Bedeutung der Philosophie auf dem Hintergrund ihrer Hochzeit im europäischen Geistesleben seit Kants revolutionärem Denken kritisch diskutiert werden.


Die Gesprächsrunden finden jeweils von 16.30-18.00 Uhr statt.
Gesprächsleiter: Dr. Roland Daube, Dozent für Philosophie und Musikpädagoge, Mitglied des Vorstandes der Kieler Kant-Gesellschaft



Gesprächsleitung: Dr. Werner Busch
Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel

Information: www.hermann-ehlers.de

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05. - 06.10.2018

Fachtagung: Die Gottesidee in Kants theoretischer und praktischer Philosophie



Die Tagung hat die unterschiedlichen Aspekte der Gottesidee in Kants theoretischer wie praktischer Philosophie zum Gegenstand. Dass diese Idee auch in der späten kritischen und nachkritischen Phase der Philosophie Kants verschiedene Stationen durchlaufen hat, ist hinreichend bekannt. In der Kritik der reinen Vernunft und Kants vorkritischen Schriften spielen zunächst verschiedene Gottesbeweise eine wichtige Rolle. Allerdings dienen sie Kant in erster Linie dazu, um an ihnen die transzendenten Höhenflüge der Metaphysik zu präzisieren bzw. kritisieren. Mit der Kritik an den traditionellen Gottesbeweisen ist die Gottesidee aber keineswegs ad acta gelegt: Während sie in der theoretischen Philosophie aus der Klasse möglicher Gegenstände der Erkenntnis ausgeschlossen wird, sieht die Sache aus dem Gesichtspunkt des praktischen Interesses der reinen Vernunft durchaus anders aus. Hier steht die Gottesidee im engsten Zusammenhang mit der Frage nach der Möglichkeit einer Moraltheologie. Die Fachtagung wird die unterschiedlichen Perspektiven, die Kant auf die Gottesidee bietet, zum Gegenstand machen.
Am Freitag, 5. Oktober, ab 19 Uhr werden im Rahmen einer Feierstunde zwei Dissertationspreise der Freiburger Immanuel Kant-Stiftung von deren Stifter Dr. Berthold Lange an Frau Karoline Reinhardt und Herrn Tobias Kronenberg vergeben werden.

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3. Internationaler Doktoranden-Workshop



Vom 11. bis 13. Oktober 2018 findet an der Karl-Franzens-Universität Graz der 3. Internationale Doktoranden-Workshop der Kant-Gesellschaft statt. Ziel des Workshops ist es, in Arbeit befindliche Dissertationen über die Philosophie Immanuel Kants zu diskutieren und den wissenschaftlichen Austausch zwischen Doktorandinnen und Doktoranden und bereits etablierten Kant-Forscherinnen und Kant-Forschern anzuregen und zu fördern.
Zum Programm gehören ein Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Udo Thiel (Graz) und drei Hauptvorträge von Prof. Dr. Dietmar Heidemann (Luxembourg), Prof. Dr. Camilla Serck-Hanssen (Oslo) und Prof. Dr. Günter Zöller (München).

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Vortrag und Diskussion: Der 24. Weltkongress der Philosophie 2018 in Peking - Öffentlichkeit oder closed shop?



Es ist schon etwas Besonderes, wenn im Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx der Weltkongress der Philosophie in Peking stattfindet - und das unter dem Motto "Learning to Be Human". Die Vollversammlung der "Fédération Internationale des Sociétés de Philosophie" (FISP) tat sich 2013 schwer, den Weltkongress der offenen und pluralistischen Philosophie nach China zu geben, das - auch in der Berufung auf Karl Marx - ein ganz besonderes Verhältnis zu den Menschrechten praktiziert. Aber die feste Überzeugung und der Wunsch, dass überall offen philosophiert werden sollte, gaben den Ausschlag für den Kongress in Peking.
Wie zu erwarten war, sprengte der Weltkongress der Philosophie im Reich der Mitte vom 13. bis 20. August mit mehr als 6000 Teilnehmer/innen alle bisherigen Größenordnungen. Der Bericht über dieses Megaereignis der Philosophie untersucht, ob das Philosophieren im Rahmen des Weltkongresses tatsächlich in die Öffentlichkeit wirkte oder wie in einer Blase ein unfruchtbares Eigenleben führte.

Dr. Werner Busch ist 1. Vorsitzender der Kieler Kant-Gesellschaft, war von 2006 bis 2012 Präsident der Association Internationale des Professeurs der Philosophie (AIPPh) und wurde für die Weltkongresse der Philosophie in Athen 2013 und in Peking 2018 zum Co-chair der Sektion Philosophieunterricht berufen.

Dienstag, 20. November 2018, 19 Uhr
Dr. Werner Busch (Kiel)

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

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Vortrag und Diskussion: Interpretation oder Destruktion? Heideggers erstes Kant-Buch (1929) in der Kritik



Martin Heideggers Ausgangsbuch "Sein und Zeit" von 1927 hatte mit seiner nichtnormativen lebensweltlichen Seinsanalyse eine ungeheure Wirkung in der damaligen philosophischen Szene. Um seine radikal neue Deutung der Philosophie zu untermauern, setzte sich Heidegger ausdrücklich mit Immanuel Kant auseinander und das zum ersten Mal im Zusammenhang in seinem Buch "Kant und das Problem der Metaphysik" von 1929. Dort stellt er die Einbildungskraft in den Mittelpunkt seiner Interpretation, da diese für Heidegger das zeitliche und erlebnishafte Erfassen der Existenz möglich macht.
Schon früh wurde Heidegger für diese Kant-Interpretation kritisiert, vor allem von seinem Kollegen und Marburger Nachfolger Julius Ebbinghaus, der gegen jede fundamentale Seinsanalyse auch während der NS-Zeit am kantischen universalen Rationalismus festhielt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich Heideggers Kant-Interpretation aus damaliger und heutiger Sicht darstellt.

Prof. Dr. Marion Heinz ist emeritierte Professorin für Philosophie an der Universität Siegen. Sie ist Herausgeberin von Band 44 der Heidegger-Gesamtausgabe.

Dienstag, 13. Dezember 2018, 19 Uhr
Prof. Dr. Marion Heinz

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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8. Trierer Kant-Kolloquiium



Immanuel Kant: „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ (Berlinische Monatsschrift 1793, XXII, 201–284 / AA VIII, 273–314)

11.-13.07.2019
Universität Trier
Gästeraum der Universität
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13th International Kant Congress: The Court of Reason



Time and place: Aug. 6, 2019–Aug. 9, 2019, University of Oslo, Faculty of Law

The idea of reason being its own judge is not only pivotal to a proper understanding of Kant’s philosophy, but can also shed light on the burgeoning fields of meta-philosophy and philosophical methodology. The International Kant Congress 2019 will have a special emphasis on Kant’s methodology, his account of conceptual critique, and the relevance of his ideas to current issues in especially political philosophy and the philosophy of law. There will also be additional sections dedicated to a wide range of topics in Kant’s philosophy.
The Congress languages are English, German and French.

Der Gedanke, dass die Vernunft ihr eigener Richter ist, ist nicht nur entscheidend für ein adäquates Verständnis der Philosophie Kants, sondern verspricht auch Aufschluss mit Blick auf die vielbeachteten Felder der Metaphilosophie und philosophischen Methodologie. Der 13. Internationale Kant-Kongress legt besonderes Gewicht auf Kants Methodenlehre, seine Begriffskritik und die Bedeutung seiner Ideen für aktuelle Debatten speziell in der politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie. In den vorgesehenen Sektionen soll darüber hinaus ein breites Spektrum an Themen der Kantischen Philosophie verhandelt werden.
Die Kongresssprachen sind Englisch, Deutsch und Französisch.


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Vortrag und Diskussion: Philosophieunterricht in Schleswig-Holstein - zum Rechtsstatus eines Faches und den Möglichkeiten seiner Umsetzung in der Praxis



Das Fach Philosophie wird in Schleswig-Holstein seit 1992 erlassgemäß als Alternative zu den konfessionellen Fächern Evangelische Religion und Katholische Religion, unter den gleichen Bedingungen, in der Sekundarstufe I aller Schularten erteilt, seit 2011 auch in der Grundschule ab Klasse 1.Damit ist die traditionelle Bindung an die Oberstufe des Gymnasiums aufgehoben, und das Fach hat damit die großartige Chance, sich gemäß moderner Fachdidaktik gänzlich neu und damit zeitgemäß aufzustellen.
Der Vortrag möchte einerseits über das subtile Rechtsgefüge informieren, innerhalb dessen sich die Fächer Religion und Philosophie bewegen, andererseits illustrieren, inwiefern der Philosophieunterricht den Fächerkanon der Schule in Hinsicht auf die im Schulgesetz genannten Bildungsziele bereichert und besonders dazu beitragen kann, "dem jungen Menschen zu der Fähigkeit [zu] verhelfen, in einer ständig sich wandelnden Welt ein erfülltes Leben zu führen" ( SchulG des Landes S-H, §14). Dabei möchte er die These verteidigen, dass die Konstellation von Philosophie als Alternativfach zur Religion sicher nicht die einzig denkbare, jedoch unter den genannten Rahmenbedingungen eine denkbar gute ist.

Monika Krah-Schulte war von 1997 bis zum 31.01.2019 Landesfachberaterin für Philosopie am IQSH, seit 1998 ist sie Studienleiterin für das Fach Philosophie und war von 2014 bis 2019 2. Vorsitzende der Kieler Kant-Gesellschaft. Sie war federführend an den Philosophielehrplänen und -fachanforderungen des Landes für alle Schularten beteiligt und hat von 2009-2016 am Philosophischen Seminar der CAU Fachdidaktik der Philosophie unterrichtet. In Kooperation mit der Kieler Ortsgruppe der Kant-Gesellschaft organisierte sie am ‚Welttag der Philosophie' 2016 einen Landesfachtag Philosophie zum Thema: "Die Aktualität der Philosophie Immanuel Kants für Schule und Gesellschaft".

Dienstag, 27. August 2019, 19 Uhr
Monika Krah-Schulte

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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Vortrag und Diskussion: Die unterdrückte Quelle: Emilie Du Châtelet und die kritische Wende Immanuel Kants.



Manfred Zahn hat immer wieder sein Erstaunen darüber geäußert, dass die für Kant so wichtige Eberhard-Debatte in der Forschung so wenig Aufmerksamkeit erhielt. Eberhards Interpretation, Kants kritische Wende auf die Leibniz-Wolff'sche Philosophie zurückzuführen, war nicht ausreichend überzeugend. Die seit Jahren an Fahrt gewinnende Erforschung der Schriften der in Deutschland intensiv rezipierten französischen Philosophin und Mathematikerin Emilie Du Châtelet (1706-1749) wirft nun ein neues Licht auf diese Debatte. Emilie Du Châtelet ist ein wichtiges Glied in der Rezeptionskette für Kant. Zudem verweist Eberhard an einer entscheidenden Stelle auf diese Philosophin.
Der Vortrag führt in die Debatte ein und zeigt, wie nahe Du Châtelet Philosophie von den Erscheinungen der Kantischen kritischen Wende steht. Erläutert werden zudem die Hintergründe der lebenslangen Auseinandersetzung Kants mit den Schriften Du Châtelet's.

Ruth Hagengruber ist Professorin für Philosophie an der Universität Paderborn. Sie habilitierte 1998 mit einer wirtschaftsphilosophischen Arbeit, die von Kants praktischer Philosophie ausgeht Nutzen und Allgemeinheit, 2000). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind neben der Geschichte der Wirtschafts- und Sozialphilosophie die Geschichte der Philosophinnen. 2016 wurde sie Leiterin des Center for the History of Women Philosophers (www.historyofwomenphilosophers.org), an dem die Schriften der Philosophinnen erforscht werden. Der Schwerpunkt liegt auf Emilie Du Châtelet, deren Manuskripte am Center in einer Online-Edition vorbereitet werden (Emilie Du Châtelet between Leibniz and Newton, 2012; Emilie Du Châtelet und die deutsche Aufklärung, 2019).

Dienstag, 19. November 2019, 19 Uhr
Prof. Dr. Ruth Hagengruber

Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel
0431-389223
bratz@hermann-ehlers.de

Information: www.hermann-ehlers.de


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Kantreflexionen

12.11. - 10.12.2019

Kant-Reflexionen - eine Gesprächsreihe:
Vom 'wackelnden Gang' der Demokratien - Über den Verlust von Konsensfähigkeit und Konsensbereitschaft in unserer Gesellschaft

Die Kant-Reflexionen im Bildungsangebot der Hermann Ehlers Akademie greifen politisch und gesellschaftlich relevante Themen auf und versuchen, anhand geeigneter Texte Ursachen- und Wirkungsbezüge zu Denkpositionen Immanuel Kants aufzuzeigen und zu diskutieren.
Den Ausgang des Menschen aus seiner "selbstverschuldeten Unmündigkeit" beschreibt Kant in seiner "Anthropologie in pragmatischer Hinsicht": "Statt dessen, daß bis dahin andere für ihn dachten und er bloß nachahmte oder am Gängelbande sich leiten ließ, wagt er es jetzt, mit eigenen Füßen auf dem Boden der Erfahrung, wenngleich noch wackelnd, fortzuschreiten." Heute wird in einem ZEIT-Artikel über "Die Kraft der Straße" (04.04.19) eine ‚beispiellose Vertrauenserosion' festgestellt. Wenig später ist die Rede von "polarisierten Zeiten, in denen die Einsortierung von Menschen schneller von statten geht, als die Prüfung ihrer Argumente". In seinem politischen Denken spricht Julian Nida-Rümelin von einem ‚robusten und unaufgeregten Pragmatismus unserer deliberativen Lebensform'. Wandelt die "Diskursdemokratie" sich in eine "Moderatorendemokratie", in der Verlust von Konsensbereitschaft und Konsensfähigkeit droht?

Dr. Roland Daube, seit Mai 2019 1. Vorsitzender der Kieler Kant-Gesellschaft, ist seit vielen Jahren Dozent für Philosophie in der Erwachsenenbildung und leitet mehrere philosophische Gesprächskreise. Er promovierte 1987 bei Klaus Oehler über Semiotik und Hermeneutik, arbeitete an der Texas Tech University zu Charles S. Peirce, war Wiss. Mitarb. am Lehrstuhl Oehler und am Goethe-Museum Düsseldorf, leitete das Kulturamt der Landeshauptstadt Schwerin und war Sachautor in einem Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die Gesprächsrunden finden jeweils von 16.30-18.00 Uhr statt.


Gesprächsleitung: Dr. Roland Daube
Hermann-Ehlers-Akademie
Niemannsweg 78
24105 Kiel

Information: www.hermann-ehlers.de

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